Eines schwülen Abends...
Es war ein Freitag Abend. Die meisten Gäste hatten das renommierte Etablissement, eine große Diskothek im Herzen der Stadt, bereits verlassen. Doch an der kleinen Bar im Backstage-Bereich war noch nicht Schluss. Einen nach dem anderen genehmigte sich Jean-Pierre Steivver. Er stieß an auf sein gelungenes Set. Er war der Disc-Jockey des Etablissements, ein gefeierter Star, ein Meister seiner Zunft.

Ein Mann wie er es war, eine Granate seines Kalibers, trank natürlich nicht allein. Sechs Tänzerinnen des Lokals hatten sich um ihn geschart und versuchten sich wie so oft daran, die Aufmerksamkeit des Meisters zu erhaschen. Üblicherweise war das ganz selbstverständlich ein auswegloses Unterfangen. Ein Mann wie Jean-Pierre, eine Granate seines Kalibers, konnte sich aus Tausenden von Frauen stets diejenigen Exemplare aussuchen, die ihm gerade gut genug waren. Was also sollte er mit sechs einfachen Tänzerinnen? Warum kleckern, wenn man klotzen kann?
Doch an diesem Freitag Abend kam alles anders. Jean-Pierre kriegte den Hals einfach nicht voll. Auf einen Cocktail folgte der nächste. Immer mehr von dem Scheiß schüttete sich der Meister hinter die Binde. „Alles in d’r Hals e’rein“ dachte sich Jean-Pierre, und zog das Tempo weiter an. Die immergeilen Tanzluder an seiner Seite störten die Eskapaden natürlich nur peripher. Sie nahmen DJ Steivvers Zustand wohlwollend zur Kenntnis und witterten nun völlig zu Recht die einmalige Chance, dem zunehmend ungezügelter werdenden Meister endlich einmal ihre körperlichen Dienste aufdrängen zu können. Ihr ehrgeiziges Streben verdichtete sich angesichts dieser außer Kontrolle geratenen Situation schnell zu einem einzigen Gedanken: Samenraub! In einer Mischung aus Verführung und Vergewaltigung fielen die sechs Damen über den inzwischen völlig Willenlosen her. Und ehe dieser sich versah, war er bereits unwiderruflich sechsfacher Vater.
Nach neun Monaten brachte jede der gierigen Tanzmäuse ein Kind zur Welt. Alle Kinder waren Jungs: „Peter“, „Frank-Peter“, „Rüdiger“, „Spike“, „Bronko“ und „José-Manfredo“. Weil ihre Mütter eine familienähnliche Erziehung wünschten, verbrachten die Steivver-Söhne ihre Kindheit und Jugend fortan gemeinsam. Die Tänzerinnen zogen wenn man so will in einer Art Schlampen-WG zusammen und kümmerten sich gemäß ihrer pädagogischen Vorstellungen gemeinsam um die Erziehung der Kiddies. Dass dabei nur Blödsinn herauskommen würde, war dann natürlich klar. Die armen Jungs mussten immer nur die schwulsten Klamotten tragen. Und in die Schultüte gab’s Kondome. Das prägt. Aufgrund des eisenharten, männlich potenten und extrem vermehrungswilligen Genmaterials, das Vater Jean-Pierre beim unrühmlichen Sexualakt großzügig zu verteilen gezwungen war, bildete sich zudem bei den meisten Steivver-Söhnen schon im Alter von fünf Jahren eine wuschige Brustbehaarung heraus. Das Auftreten der Schambehaarung folgte mit Sechs, der Schnauzbart mit Sieben.
Dass aus diesen Söhnen etwas ganz Besonderes werden müsste, stand also schon lange fest, bevor die Jungs sich hierüber überhaupt Gedanken machen konnten. Dass aus ihnen heute - benannt nach dem gemäß Testosteronspiegel am vollkommensten entwickelten Sprössling „Peter Steivver“ - die erfolgreichste Erotik-Disco-Pop-Band der ganzen Stadt geworden ist, nimmt darum nicht Wunder. Noch wirkungsvoller als ihr Vater Jean-Pierre prägen sie seit Jahren das Nachtleben. Und daran wird sich so schnell vermutlich auch nichts ändern. Sie sind ja nicht irgendwer. Sie sind Steivver, Peter Steivver.
Dank an
Panic TV!